| Pultrudierte Profile aus feuerhemmendem glasfaserverstärktem Vinylester | |
| Ausstellungsdatum: 2. Ausgabe 27/02-2007 |
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Identifikation des Materials und des Herstellers
Werkstoffbezeichnung: Fiberline P4510 Fiberline P4810. Werkstofftyp/Anwendungsgebiet Pultrudierte Profile hergestellt aus feuerhemmendem glasfaserverstärktem Vinylester. Als Halbfertigwaren in allen Branchen einsetzbar, wo dies aufgrund der werkstofftechnischen Eigenschaften von Vorteil bzw. erforderlich ist. Firmenanschrift/Telefon- und Fax-Nr. Fiberline Composites A/S Barmstedt Allé 5 DK-5500 Middelfart Tel +45 70 13 77 13 Fax +45 70 13 77 14 Begrenzung der Anwendbarkeit Keine begrenzte Anwendbarkeit im technischen Einsatzbereich des Produkts. Besondere Ausbildung/Schulung: Keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich. |
| 2. | Zusammensetzung/Angaben über den Werkstoffinhalt Gehärteter Vinylester verstärkt mit Glasfasern mit einem Durchmesser von 9-20 µm. Der flüssige Vinylester enthält ein Styrol, das während des Aushärtens vernetzt wird. Die ausgehärteten Werkstücke können kleine Restmengen Styrol enthalten (<1%). Gehalt an feuerhemmenden Stoffen in den ausgehärteten Werkstücken: Chlorparaffin (C14-C17): 0-10% Antimontrioxyd (ATO): 0-8%, Klassifizierung: Xn, R40, carc 3 (Krebsrisiko) Aluminiumhydroxyd (ATH): 0-15% |
| 3. | Feststellung von Gefahren Profile aus glasfaserverstärktem Vinylester sind als solche von den Eigenschaften her ungefährlich. Beim Trennen/Schneiden anfallender Staub kann Reizungen der Augen, der Schleimhäute und der Haut verursachen. Schleif-/Schneidstaub kann u.U. beim Einatmen sehr kleine Mengen Antimontrioxyd ausscheiden, weshalb entsprechende Schutzmaßnahmen zu treffen sind und der Kontakt mit dem Staub zu vermeiden ist. |
| 4. | Erste-Hilfe-Maßnahmen Augen: Die Augen weit öffnen und mit reichlich Wasser spülen. Eventuelle Kontaktlinsen entfernen. Bei andauerndem Reizzustand den Arzt aufsuchen. Haut: Schleif- und Schneidstaub mit Wasser und Seife gründlich abwaschen. Atemwege: Bei Einatmen größerer Staubmengen den Geschädigten an die frische Luft bringen. Bei andauerndem Reizzustand den Arzt aufsuchen. |
| 5. | Feuerlöschung Löschmittel: Wasser, Pulver, Schaum oder CO2. Die Rauchgase (überwiegend Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Ruß) können Chlor enthalten. |
| 6. | Maßnahmen bei unbeabsichtigter Emission Produktbedingte Emission ist ausgeschlossen. |
| 7. | Handhabung und Aufbewahrung Handhabung: Bei Verarbeitung durch Trennen oder Schleifen kann sich glasfaser- und antimontrioxidhaltiger Staub bilden. Für ausreichende Lüftung sorgen oder Staubschutzmasken verwenden, um Einatmen von Schleifstaub zu vermeiden. Das Produkt enthält geringfügige Restmengen Styrolmonomere, das von der Schneidoberfläche ausgeschieden werden kann. Der Antimontrioxid-Gehalt des Staubs bleibt bei Einhaltung des Grenzwerts für organischen Staub (3 mg/m3) unter dem Grenzwert von 0,5 mg/m3. Aufbewahrung: Keine besonderen Maßnahmen. |
| 8. | Exponierungskontrolle und Schutzausrüstung Technische Maßnahmen: Bei der Bearbeitung für ausreichende Entlüftung und Punktabsaugung sorgen. Ferner sind die landesspezifischen Arbeitsschutzbestimmungen zu beachten! Persönliche Schutzausrüstung Atemschutz: Im Falle von unzureichender Lüftung ist während des Trennens bzw. Schleifens ein zugelassenes Staubfilter zu tragen. Augenschutz: Sicherheitsbrille tragen. Hautschutz: Keine weiteren Maßnahmen, außer sauberer, körperbedeckender Arbeitsbekleidung. Eventuell eine geeignete Schutzcreme auf Hals und Handgelenken auftragen, um Reizungen vorzubeugen. |
| 9. | Physikalische und chemische Eigenschaften Zustand: Fester, heterogener Werkstoff. Geruch: Das Werkstück hat u.U. einen leichten Styrolgeruch, wobei die Geruchschwelle sehr niedrig ist (etwa 0.3 ppm). Selbstentzündung: Nein Wasserlöslichkeit: Nicht wasserlöslich. |
| 10. | Stabilität und Reaktivität Das Produkt verhält sich unter normalen Aufbewahrungs- und Temperaturverhältnissen stabil. |
| 11. | Angaben zur Toxizität Einatmen: Beim Schleifen/Trennen entstehender Staub wird größtenteils von den Schleimhäuten der Atemwege absorbiert. In die Lunge gelangende Staubpartikel können Reizungen verursachen. Augen: Beim Schleifen/Trennen entstehender Staub kann Reizungen der Augen verursachen. Haut: Schleifstaub kann vorübergehende Reizungen verursachen. |
| 12. | Umweltverträglichkeit Das Produkt ist besonders beständig und baut sich in der Natur kaum ab. |
| 13. | Entsorgung Reste können auf die Deponie gegeben oder durch Verbrennung abgebaut werden. |
| 14. | Transport Nicht als Gefahrstoffe eingestuft. |
| 15. | Vorschriften Keine. |
| 16. | Sonstige Angaben Die obigen Angaben basieren auf dem heutigen Stand unseres Wissens sowie auf der für die EG geltenden Gesetzgebung und setzen Anwendung des Produkts für normale Zwecke nach Pkt. 1 voraus. Der Anwender trägt stets die volle Verantwortung für die Einhaltung der für sein Land geltenden Gesetzgebung. Die in diesem Datenblatt gemachten Angaben sind als empfohlene Sicherheitsmaßnahmen aufzufassen und bieten keine Gewähr für die Produkteigenschaften. |
Das Sicherheitsdatenblatt wurde in Zusammenarbeit mit dem Verband der Dänischen Kunststoffindustrie erarbeitet. |
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